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biografie

1932

 Am 17. Dezember wurde Konrad Bayer in Wien geboren.  

     

1943 - 1951

 Humanistisches Gymnasium in Wien Döbling, Gymnasiumstrasse 83
Noch in der Schulzeit gründet er mit Freunden den Künstlerclub „genie und irrsinn“ und eine Musikband. Konrad Bayer spielt darin Banjo.  

  

1951 / 52

 einjährige Büroausbildung an der privaten Handelsschule Weiss, danach Anstellung als Kassier in der Creditanstalt  

  

1957

 Austritt aus der Creditanstalt  

  

20. Juni erster Auftritt der nachmaligen “Wiener Gruppe“: Unter dem Titel „dichtung“ brachten Friedrich Achleitner, H.C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener einen Querschnitt ihrer bisherigen Arbeiten.  

  

1958

 6. Dezember  1. literarisches cabaret  

  

1959

 15. April  2. literarisches cabaret 

„Sonne Halt“, Mitarbeit im Film von Ferry Radax in Monterosso  

  

1961

 Mit Gerhard Lampersberg entstand die Idee einer Literaturzeitschrift namens „edition 62“. Die Zeitschrift war erfolgreich und bald vergriffen, wurde aber aus finanziellen Gründen nach zwei Nummern eingestellt.  

  

1962

 Konrad Bayer und Oswald Wiener publizieren den Text „starker toback“.  

  

1963

 Konrad Bayer in Berlin: Der Berliner Verlag Walter Fietkau gibt „der stein der weisen“ heraus, die einzige Publikation die zu Lebzeiten Bayers erschien.  

  

Vom Sender Freies Berlin (SFB) wurde „der kopf des vitus bering“, von Bayer gelesen, aufgenommen. Die Publikation dieses Romans erfolgte posthum durch den ambitionierten Walter-Verlag in Olten/CH (1965).  

  

Ende Oktober Lesung vor der Gruppe 47 in Saulgau. Der Vortragstext und die anschließende Diskussion sind als Tonträger (CD ISBN 3-932513-32-0 www.suppose.de) erhalten.  

  

Heinrich Ledig-Rowohlt sichert Konrad Bayer einen Vertrag für seinen nächsten Roman zu ohne jemals etwas von ihm gelesen zu haben.  

  

1964

 Bayer, Rühm und Wiener schließen sich wieder enger zusammen. Konrad Bayer übernimmt die Federführung zu einem Projekt im Nachtlokal Chattanooga am Graben. Die Gruppe veranstaltet einen Chansonabend und führt die „kinderoper“ auf. Dies ist im Verständnis der Teilnehmer zugleich die Abschiedsvorstellung der Wiener Gruppe.  

  

Konrad Bayer begab sich längere Zeit nach Schloß Hagenberg um an „der sechste sinn“ weiterzuarbeiten.  

  

Im September zweite Lesung Bayers bei der Gruppe 47 im schwedischen Sigunta. Auch hier sind Text und Diskussion erhalten (s.o.).  

  

Am 10. Oktober nahm sich Konrad Bayer unter nicht geklärten Umständen das Leben (Leuchtgasvergiftung). Dieser Freitod (Goldenbergs) fand sich in gleicher Weise bereits in „der sechste sinn“ vorgezeichnet.  

  

  Literatur

  • Spiel auf Leben und Tod. Die Auferstehung des Konrad Bayer. Zusammengestellt von Erik de Smedt. Schreibheft 79, Sonderdruck, August 2012.

  • The visual works and the actions. A moment of modernity 1954–1960. Friedrich Achleitner, Hans Carl Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm, Oswald Wiener. Wien / New York: Springer 1997 (darin: Bayers Text „die wiener gruppe“, S. 30).

  • Michael Töteberger: Konrad Bayer. In: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Hg. von Heinz Ludwig Arnold. München: edition text + kritik [Stand: 1989]

  • Die Welt bin ich. Materialien zu Konrad Bayer. Zusammengestellt von Ulrich Janetzki und Wilfried Ihrig. Band 1: Protokolle, Wien: Jugend und Volk 1983

  • Gerhard Rühm: Einiges über Konrad Bayer. In: Die Zeit, 1978, Nr. 8: http://www.zeit.de/1978/08/einiges-ueber-konrad-bayer [Stand: 05.02.2015]

  • Gerhard Rühm [Hg.]: Konrad Bayer. Symposion Wien 1979. Linz: edition neuer texte 1981

  • Ernst Bruckmüller [Hg.]: Personenlexikon Österreich.Wien: Verlagsgemeinschaft des Österreich-Lexikon 2001 (mit Werkverzeichnis)